Programm
Die Trilogie GESTI (ital. Gesten) basiert auf dem gleichnamigen Werk von Luciano Berio für Altblockflöte solo (1966). Zwischen der Flötistin Mirjam-Luise Münzel und der Tänzerin Imola Nagy entspinnt sich eine intensive Dialogperformance, die beide Künstlerinnen Hand in Hand entwickeln. Die musikalischen Gesten des Stücks erhalten eine körperliche Ausdrucksebene, indem die Choreographie sich intensiv mit der Notation und den Strukturen dieses Werks beschäftigt.
Die Komponistin und Sängerin Maria Coma und die Choreografin und Tänzerin Naïma Mazic legen bei ihren ersten Begegnungen für das soundance festival gemeinsame Wurzeln frei, die sie in dis/harmonie miteinander teilen.
In ihrer Improvisation Wind up erkunden Maria Colusi, Roberta Ricci und Edgardo Rudnitzky die Idee der Zyklizität, dass alle Dinge als untrennbare und widersprüchliche Gegensätze oder Paare gleicher Gegensätze existieren, die sich anziehen und ergänzen.
„As we drove short short horizon-lines“ ist eine Klangperformance, die sich zwischen Choreografie, mündlicher Poesie und Musik bewegt. Als lebendiges Gedicht mit vielen Stimmen, Sprachen, Instrumenten und Körpern gedacht, ist es ein intimes Stück.
In ihrem neuen Stück „GLADE“ bringt die interdisziplinäre Performance-Company WILD ACCESS ihre ortsspezifische Praxis, die Tanz, Licht, Sound und Text miteinander verwebt, auf die Bühne. Ihr Ausgangspunkt ist ein „Glade“: eine Lichtung in einem Wald. Aus diesem grasbewachsenen Raum, der sich zwischen den Bäumen öffnet, erschaffen sie ein immersives Terrain, das von hybriden Kreaturen bevölkert wird.
Der flüchtige Augenblick
– das Wesen der Zeit –
Dieser Workshop beschäftigt sich mit der kürzesten Zeitspanne, die wir erleben, dem Augenblick. Das Hören auf den Moment im Phänomen der Improvisation ist der Schlüssel zum Dialog: wie können wir den flüchtigen Wimpernschlag erweitern, was sind die intuitiven Strategien, um sich mit anderen und dem, was passiert, zu verbinden, wie kann man verfügbar und bereit für das Unbekannte sein und JA zum Unerwarteten sagen?
Doppelprogramm Undulation | Fragile:
Undulation ist eine Erkundung der zyklischen Natur der Zeit und der unendlichen Essenz, die in ihr existiert.
Fragile ist ein Musik-Tanz-Stück für zwei „Instrumente“: jedes nutzt sein spezifisches Medium, um die kommunikative Kraft der Zerbrechlichkeit zu vermitteln und auszudrücken, die uns zum Schwingen und somit zum Übertragen bringt.
„Er… Sie… und andere Geschichten“, eine Serie von 13 kurzen Choreographien. Sie erforschen die vielfältigen emotionalen Zustände zwischenmenschlicher Konstellationen und hinterfragen, wie Beziehungen zu dem werden, was sie sind: Welche Gesten verbinden uns, welche Haltungen lösen Einsamkeit aus, wie setzen wir Grenzen? Wie findet man Harmonie, was hält sie aufrecht und was lässt sie zerbrechen? Mal leise und zart, dann wieder laut und fordernd, allein oder als Einheit, entfalten die Tänzerinnen und Tänzer das Wechselspiel zwischen Partnerschaft und Individualität.
Scribbles: DIY – Performance | Workshop
DIY Tanz und Musik! Sei es Klang, Bewegung oder etwas dazwischen, Scribbles können nur realisiert werden wenn ihr dabei seid – weil ihr sie durchführt. Wir haben Spiel-Stücke entwickelt, die von Kindern und Erwachsenen spontan aufgeführt werden können. Dabei bleibt das Resultat immer offen. Lasst uns gemeinsam schauen was entsteht: Wir kritzeln und kitzeln neue Stücke ins Leben – eben Scribbles!
In ihrem neuen Stück „GLADE“ bringt die interdisziplinäre Performance-Company WILD ACCESS ihre ortsspezifische Praxis, die Tanz, Licht, Sound und Text miteinander verwebt, auf die Bühne. Ihr Ausgangspunkt ist ein „Glade“: eine Lichtung in einem Wald. Aus diesem grasbewachsenen Raum, der sich zwischen den Bäumen öffnet, erschaffen sie ein immersives Terrain, das von hybriden Kreaturen bevölkert wird.
Das Stück ist eine dynamische Erkundung, in der Bewegung, Stimme und Klang miteinander verschmelzen, inspiriert von der antiken Theorie der vier Körpersäfte. Maria Colusi und Edgardo Rudnitzky arbeiten seit über 20 Jahren zusammen und entwickeln Performance- und Installationsprojekte, die das Zusammenspiel zwischen den Erzählungen von Klang und dem sich bewegenden Körper erkunden.
Fil Rouge ist eine Performance, in der Handlung und Stimme mythologische Erzählungen zum Leben erwecken. Durch die unmittelbare und dynamische Bewegung der Körper auf der Bühne verwandeln sich die Choreografien in Geschichten – mal alltäglich, mal surreal. Fil Rouge wurde von sieben internationalen Tänzer*innen während Residenzen in Berlin und Italien 2023-24 gemeinsam konzipiert.